Donnerstag, 30. September 2010

Orientierungstag an der Universität

In den letzten Tagen hatte ich viel zu tun. Da man in Japan nicht unterschreibt, sondern fast alles stempelt, brauchte ich einen Stempel. Also auf geht’s in die Innenstadt und nach 2 Tagen hatte ich dann einen Stempel mit meinem Namen in Katakana. Danach in die City Hall und meinen Wohnsitz anmelden, danach in die Oita Bank ein Konto eröffnen, weiter geht’s zu „au“ einen Mobilfunkanbieter und jetzt habe ich auch ein Handy! Ich habe mich natürlich für ein günstiges entschieden, in Japan heißt das: Internet, GPS, TV, Bluetooth, Infrarot, 8 Mega-Pixel Kamera, E-Mail, SMS und telefonieren kann es auch noch. Außerdem ist es spritzwasserfest, damit man auch im Regen weitertippen kann (habe ich schon ausprobiert!).
28. September 2010 - Tempel

Gestern waren wir mit dem Fahrrad im Affenpark in der Nähe von Oita. Es war gerade Fütterungszeit:
29. September 2010 - Affenpark

Heute war der Orientierungstag an der Universität. Mit einer Ansprache der Professoren und ein erstes kennenlernen. Einige der Austauschstudenten wohnen im gleichem Studentenwohnheim wie ich, darunter sind: Koreaner, Chinesen, eine Mongolin, Franzosen, Amerikaner, Finnen, Malaysier, Ungarn, … insgesamt 39 Austauschstudenten. Im Anschluss ging es in die Mensa Mittagessen.

Sonntag, 26. September 2010

Shopping Tour

Gestern bin ich mit meinem Tutor, ihrer Freundin und Sarah auf Shopping Tour durch Oita gegangen. Vom Waschmittel bis zum Tuschvorhang haben wir alles bekommen. Die meisten Artikel habe ich in einem 100 YEN Shop eingekauft (so etwas wie ein 1 EURO Laden). Natürlich mussten wir auch in einen japanischen Fotoautomaten reingehen. Die Automaten vergrößern automatisch die Augen und der Hauttyp wird etwas angepasst.
25. September 2010 - Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

Eilmeldung

Heute ist in Japan ein Sack Reis umgefallen:
26. September 2010 - Mein 2,5 Kilo Sack Reis

Samstag, 25. September 2010

1. Tag

Ausräumen, auspacken, einkaufen und mittlerweile sieht mein Zimmer auch schon ganz gut aus. Von einer netten Amerikanerin, ein Stockwerk tiefer, habe ich Töpfe, Pfannen und Geschirr gekommen und das aller wichtigste einen Reiskocher. Außerdem hat mir heute Morgen noch ein japanischer Mitbewohner sein Fahrrad überlassen. Etwas klein aber es fährt!
Meine Waschmaschine werde ich in den nächsten Tagen mal ausprobieren. Das Ding sieht eher aus wie eine Tupperdose mit Schläuchen, ich hoffe ich treffe den richtigen Knopf!

24. September 2010 - Wo ist der Feinwaschgang?

Flug und Ankunft

23. September 2010 - Algen-Reis-Suppe zum Frühstück ... mh ... lecker
Nach 13 Stunden Flug und anschließender Busfahrt kann ich nun endlich sagen: „Willkommen in Oita!“ Für Paderborner eine Metropole und für Japaner ein Dorf.
Am Busbahnhof von Oita wurde ich von meiner Tutorin und ihrer Freundin abgeholt. Sie ist 22 Jahre alt und heißt Chi-Chan (Spitzname). Leider spricht sie genauso gut Englisch, wie ich Japanisch, aber die Verständigung hat trotzdem gut geklappt. Sie ist sehr nett und sie mag, wenn wundert es, Karaoke. Wir sind dann mit ihrem Auto direkt zum Kaikan (Studentenwohnheim) gefahren. Von außen ist ihr kleiner Honda weiß und schlicht aber von innen … Leopardenfell wohin man schaut, sogar am Rückspiegel, Strass-steinchen am Lenkrad und überall baumeln kleine Mangafiguren die sprechen wenn man sie drückt. Vor allem die jungen Japaner scheinen jeden Modestill mitzunehmen, jeden. Nach der Zimmerübergabe sind wir dann noch zu dritt in ein Nudelrestaurant gegangen und nach dem langen Tag bin ich müde ins Bett gefallen.
23. September 2010 - Busfahrt nach Oita

Mittwoch, 22. September 2010

So jetzt ist es soweit, …

... morgen um 19:45 Uhr geht der Flieger, von Frankfurt am Main über Seoul nach Oita. Ich freu mich schon auf den Flug und derzeit bin ich fleißig am Koffer packen, irgendwas bekommt man ja immer nicht mit.
23. September 2010 -  Reiseroute
Die Letzen Tage in Bochum waren noch sehr schön. Wir haben nach dem Abschlusstest etwas gefeiert und uns am Morgen danach, nach der Urkunden Übergabe, von allen verabschiedet. Dann ging es zurück nach Hause, um dort die letzten Tage in Deutschland zu genießen.
17. September 2010 - Abschied von Bochum

Sonntag, 12. September 2010

"Lass den Pinsel denken!"

Die dritte Woche im LSI ist angebrochen und die letzte Woche ist irgendwie schnell vorbei gegangen. Zwischen dem Grammatik- und dem Vokabelunterricht blieb noch Zeit, sich die Bochumer Innenstadt anzuschauen, das Bergbaumuseum und den Botanischen Garten.
5. September 2010 - Deutsches Bergbaumuseum Bochum
Nicht zu vergessen: das Musical Starlight Express, das ich am Donnerstag besucht habe. Am Freitag konnte man sich wieder einen der verschieden Wahlkurse aussuchen. Meine Wahl fiel dabei auf Kalligraphie.
10. September 2010 - Kalligraphie
Der Kurs war echt super, wir haben die verschiedenen Wege erklärt bekommen, wie man den Pinsel richtig hält, um möglichst schöne Schriftzeichen zu schreiben. Ganz so einfach, wie man es sich vorgestellt hat, war es dann doch nicht. Als ich gerade mein erstes Kanji fertig geschrieben habe, höre ich von der Japanerin, die plötzlich hinter mir steht, nur ein leises „Mh!“. Ich glaube das Schriftzeichen, das ich gezeichnet habe, hat sie so auch noch nicht gesehen. Ihre trockene Bemerkung mit japanischem Akzent war dann nur: „Mh, lass am besten den Pinsel denken!“. Die weiteren Bilder wurden dann immer besser, so dass ich zum Schluss ein paar sehr schöne Bilder mitgenommen habe.

Freitag, 3. September 2010

Kochkurs

Nach der ersten Woche intensiv Japanisch kann ich ein erstes Fazit ziehen: Man fühlt sich wie in der ersten Klasse. Man kann nicht schreiben, nicht lesen und nicht sprechen. Die Grammatik ist zwar sehr leicht, aber die Zeichen und Satzteile auseinander zu halten erfordert doch sehr viel Übung. Vor allem die Eigenarten die sich in der Sprache eingebürgert haben. Wäre ja auch zu einfach nur bis Zehn zu zählen, wenn man die Möglichkeit hat auf ZEHN verschiede Arten bis Zehn zu zählen. Für lange, zylindrische Gegenstände nimmt man ein anderes Zählsuffix als für Tier, Personen oder Fahrzeuge. (So, so du willst also Japanisch lernen...) Die Kurse sind zumindest sehr abwechslungsreich, da sich auch immer die Lehrer abwechseln und auch Muttersprachler dabei sind. An den letzten Tagen haben wir abends japanische Filme gesehen, zwar mit deutschen Untertiteln, aber die ersten Brocken kann man schon verstehen. Heute Nachmittag kam dann ein echtes Highlight: japanisch kochen.
3. September 2010 - Kochkurs
Mit der japanischen Lehrerin haben wir eine Art Pfannkuchen aus Weißkohl, Okonomiyakipulver, Eiern und noch andern Zutaten gebacken. Dazu gab es Sauce und Katzuoraspeln. Die Raspeln sind dünn geriebener Fisch und richten sich auf, wenn sie auf die warme Sauce fallen. Für heute Abend haben wir uns wieder zum DVD schauen verabredet, auf Japanisch natürlich.